Bouldern – Was ist das?

Wir waren erst kürzlich auf einem Boulder-Kurztrip in der Pfalz unterwegs. Hierbei wurde uns immer wieder dieselbe Frage gestellt.

Was ist eigentlich Bouldern?

Viele erklären es so, dass es sich um ein Klettern ohne Seil in Absprunghöhe handelt. Ob in einer Boulderhalle oder draußen am Boulder (engl. für Felsblock) spielt dabei keine Rolle.

Es ist aber noch viel mehr als das! Bouldern mit der richtigen Technik, und dem richtigen Kletterschuh kann zu einem komplett neuen Körpergefühl führen.

Die Herausforderung ein Boulderproblem zu lösen, ist nicht nur mit Kraft, Beweglichkeit und Körperspannung zu meistern. Es gehört auch eine Menge Konzentration, Willenskraft und Kreativität dazu.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die soziale Ebene, denn im Vergleich zum Klettern kannst du wesentlich leichter mit Gleichgesinnten kommunizieren. Ihr könnt  das Boulderproblem gemeinsam erarbeiten und durch Hilfestellungen gleichzeitig auch die Technik verbessern. Bouldern kann für Kletterer ein Trainingsprogramm für gewisse Techniken darstellen oder einfach auch nur eine Alternative sein, wenn der Kletterpartner mal keine Zeit hat und sich kein Ersatz findet. Bouldern kann man nicht in Worte fassen, ihr müsst es ausprobieren….

….Ihr werdet recht schnell erfahren und spüren, was wir damit meinen.

In einer Boulderhalle werden z.B. durch Routenschrauber (Personen, die aufgrund ihrer jahrelangen Kletter- und Bouldererfahrung eine Route mit Griffen definieren bzw. sich ausdenken) die Boulderrouten in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden an einer Kunstwand festgeschraubt. Hierbei wird eine Route durch eine bestimmte Grifffarbe gekennzeichnet und ihr Schwierigkeitsgrad farblich definiert. (Kletterhalle Kirchberg weiß: sehr leicht; gelb: leicht; grün: mittel; rot: schwer; blau: sehr schwer). Dies hängt von den einzelnen Zügen der Route ab:

Werden z.B. Griffe oder Tritte wegdefiniert, so wird gleichzeitig der Schwierigkeitsgrad erhöht.

Startet man im Sitzen oder Stehen? Wie sehen die Griffe in der Route aus? Sind es Henkel (leicht) oder Leisten (eher schwer zu greifen) etc.? All diese Faktoren spielen beim Bouldern eine große Rolle.

Am Boulder bzw. Felsblock draußen verhält es sich etwas anders, da hier keine vorgeschraubte Route vorhanden ist. Es gibt Bücher (Kletter – und Boulderführer), in denen einzelne Gebiete und ihre Boulder aufgezeigt werden. Diese Zeichnungen mit Beschreibung zeigen euch, wie eine Route an diesem Felsblock gebouldert werden kann und welcher Schwierigkeitsgrad hier vorliegt. Beispiele dafür findet ihr unter : http://der-alpinist.com/klettern-im-hunsrueck-tipps-links-und-topos

Was benötigt ihr zum Bouldern?

Wer in der Halle das erste Mal bouldert, hat oftmals die Möglichkeit, sich vor Ort ein Paar Kletterschuhe auszuleihen. Da es sich hierbei um einen speziellen Schuh handelt, der in keinster Weise mit einem gängigen Schuh vergleichbar ist (sehr eng, keine wirkliche Dämpfung und auch nicht wirklich bequem). Zusätzlich solltet ihr bequeme und flexible Kleidung tragen, damit ihr in der Beweglichkeit nicht eingeschränkt werdet. Manche Menschen schwitzen sehr schnell an den Händen, was beim Bouldern eher schlecht ist. Hier empfiehlt sich das Benutzen von Chalk (Magnesia), denn dadurch werden die Hände trocken und das Abrutschen an einen Griff wird minimiert.

Am Fels ist es unabdinglich, eine Bouldermatte, bzw. Crashpad dabei zu haben. Diese dient eurer eigenen Sicherheit. Wie in der Halle kommt es auch draußen vor, dass man mal vom Fels abspringen muss oder einen Griff nicht halten kann und so stürzt. Durch die Bouldermatte könnt ihr den Sturz abdämpfen, da ihr auf einer weichen Unterlage landet.

So, nun habt ihr erst einmal eine Vorstellung, um was es sich beim Bouldern grob handelt. Es gibt natürlich noch eine Menge mehr darüber zu berichten:

von Begrifflichkeiten bis hin zu Aufwärmübungen, Trainingsmethoden etc. .

…..Verfolgt unseren Blog und wir halten euch weiterhin auf dem Laufenden……

 

Der Alpinist

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